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Hanf

Hanffasern werden seit 10.000 Jahren genutzt, die ältesten archäologischen Funde stammen von Taiwan. Damit ist der Gebrauch von Hanf älter als der von Lein oder Baumwolle. Die Fasern des Hanfes sind denen anderer Pflanzen durch ihre hohe Reißfestigkeit qualitativ überlegen, und wurden wahrscheinlich auch für Bogensehnen verwendet. Bei den Skythen im heutigen südlichen Russland ist seit 700 v. Chr. der Anbau von Hanf als Nutzpflanze sowie die Herstellung und der Export von Seilen bekannt. In einfachen Zelten wurde Hanf von den Skythen rituell verräuchert und die dabei entstehenden Dämpfe inhaliert. Hanfseile und Segeltuch aus Hanf waren in der Schifffahrt wichtig, da die Faser sehr widerstandsfähig gegenüber Salzwasser ist und weniger Wasser aufnimmt als beispielsweise Baumwolle. Venedig erreichte seine Vormachtstellung als bedeutendes Handelszentrum im Mittelalter u.a. durch die hohe Qualität der Seilerei. Kolumbus hatte beispielsweise 80 Tonnen Hanffasern in Form von Segeln und Tauen auf seinem Schiff, als er Amerika entdeckte. Erst in der Mitte des 20. Jahrhundert verdrängten Kunstfasern den Hanf. Kleidung aus Hanfgewebe wird von Herodot (450 v. Chr.) und aus China (200 v. Chr.) erwähnt. In China wurde um die Zeitwende auch die Herstellung von Papier aus Hanf entwickelt. Solches Papier ist dem heute aus Holzfasern hergestellten qualitativ überlegen. Die Samen der Hanfpflanze sind reich an Öl und Protein (20-25%), und dienen seit mindestens 2000 Jahren als Nahrungsmittel. Alle 20 essentiellen Fettsäuren sind in ihnen enthalten. Die Samen enthalten keinerlei psychoaktive Wirkstoffe. Erste Hinweise auf medizinische Verwendung stammen aus China zur Zeit des mythischen Kaisers Shen Neng (etwa 2700 v. Chr.). In Indien wird vom Nutzen des Hanf zum Stressabbau seit 1400 v. Chr. berichtet. Plinius der Ältere schreibt, dass Hanf Schmerzen lindere, und Pedanios Dioscurides berichtet von der Wirksamkeit des Saftes der Hanfsamen gegen Ohrenschmerzen.

Vom Mittelalter bis in die Neuzeit wurden aus Hanf Mittel zur Linderung von Wehenkrämpfen und nachgeburtlichen Schmerzsymptomen gewonnen. Jedoch muss man anmerken, dass durch die spezielle Züchtung und optimierte Anbaumethoden, der Cannabinoid-Gehalt heute um ein vielfaches höher liegen kann. Als Wirkstoffe werden hauptsächlich Cannabinoide genannt. Im Elbing-Preussischen Wörterbuch von etwa 1350 ist Hanf als knapis im alt-preussischen Dialekt von Pomesanien dokumentiert. Bis ins 19. Jahrhundert baute man Hanf an den Berghängen entlang des Rheins an, wovon u. a. der Ortsname Hennef (Sieg) zeugt. Auch heute noch gibt es Hanfbier und Hanfwein

Psychoaktiver Hanf

Hanf enthält, je nach Sorte, unterschiedliche Konzentrationen (zwischen 0,3% und weit über 20%) von Delta9-THC, dem wesentlichen Bestandteil des Rauschmittels Cannabis. Seit Ende der 70er Jahre wurden zahlreiche Sorten gezüchtet und immer wieder neu miteinander kombiniert, was dazu führte, dass derzeit weit mehr als 500 verschiedene Sorten namhafter Samenzüchter im Handel befinden. Die Sorten unterscheiden sich neben ihrem unterschiedlichen THC-Gehalt durch Geruch, Geschmack, Farbe, Ertrag, Blütedauer usw. Der Anbau von Hanf wurde (und ist) in vielen Staaten verboten oder unterliegt strengen Auflagen.

Nutzhanf

Die Züchtung von Sorten, die nur geringe Konzentrationen der medizinisch aktiven Substanzen enthalten, hat zum erneuten Anbau von Hanf zur Fasergewinnung für die Textil- und Papierherstellung geführt. Wichtig ist dabei, dass Papier aus Hanf-Zellstoffen nicht mit Chlor oder anderen Chemikalien behandelt werden muss. Die Zellulose klebt fast von selbst zusammen, was auch den Einsatz von Leim praktisch erübrigt. Die Pflanze Hanf eignet sich besser als die meisten Baumsorten zur Herstellung von Papier. Der Nutzhanf der heute von Bauern angebaut wird, wurde speziell so zurückgezüchtet, dass dieser einen sehr geringen THC-Gehalt hat. Diese Pflanzen sind meist zwittrig um einen gleichmäßigen Wuchs zu haben. Doch wenn man den Nutzhanf gezielt weiter züchtet, würde der THC-Gehalt in jeder Generation weiter ansteigen, bis zur ursprünglichem Konzentration. Daher steht der Nutzhanf unter strengen Kontrollen.

Hanf und die politische Bewegung

Es existieren Bewegungen für die Legalisierung von Hanf als Rauschdroge. Wer in Deutschland mit illegalen Hanfprodukten (Marihuana, Haschisch, Haschischöl) gefasst wird, muss mit Geld- und Haftstrafe rechnen. Liegt eine "geringe Menge" der Droge vor und kann von einem Besitz zum Eigenverbrauch ohne Fremdgefährdung ausgegangen werden, kann das Gericht oder auch schon die Staatsanwaltschaft von Strafe absehen, muss es aber nicht). Anzumerken ist hier, dass jedes Bundesland unterschiedliche Richtlinien und Grenzwerte besitzt was die geringe Menge anbelangt (z.B. Baden-Württemberg 3 Gramm und Schleswig-Holstein 30 Gramm). Gemeinhin wird beobachtet, dass norddeutsche Bundesländer in dem Punkt toleranter sind als süddeutsche.Auch in Holland ist Cannabis nicht legal, wird allerdings bei Konsumenten und geringen Mengen "geduldet", d.h. hier sieht die Polizei regelmäßig von einer Strafverfolgung ab. In staatlich lizenzierten Coffeeshops dürfen Cannabisprodukte gekauft und verkauft werden. Konsumiert werden darf nur in den Coffeeshops oder Zuhause. In der Schweiz fällt Cannabis unter das Betäubungsmittelgesetz und ist illegal. Gegen Ende der 90er-Jahre tolerierten die Behörden vieler Kantone den Verkauf von Marihuana als "Duftsäckchen" in Hanfläden. Bekannt für seine liberale Drogenpolitik war vor allem Basel, wo es zu Spitzenzeiten mehr Läden mit Hanfprodukten als Bäckereien gab. Die Höhe der erzielten Umsätze führte aber zu einem rapiden Anstieg der Kriminalität im Kreis der Anbieter. Fälle von Schutzgelderpressungen, Drohungen und Überfällen häuften sich. Dies lieferte der Polizei den Hauptgrund für gründliche Razzien zwischen 2002 und 2003, bei denen fast alle Hanfläden geschlossen wurden. Zur Zeit laufen mehrere Initiativen zur Entkriminalisierung von Canabis.

 

Warum sollte Hanf Legalisiert werden?

Es gibt mehrer Gründe warum Hanf Legalisiert werden sollte, bitte lesen sie jetzt diese Einschnitte gut durch, dass Deutsche Grundgesetz wiederspricht sich im Cannabis verbot!

Aus dem Deutschen Grundgesetz:

Art. 2, GG: "Jeder hat das Recht auf die Freie Entfaltung seiner Persönlichkeit"

Einige Menschen können sich nur durch Cannabis Konsum Entfalten. Dies tun Rund 4 - 10 Millionen Menschen aus Deutschland. Sie rauchen wie andere Menschen es tun, nur die meisten Menschen rauchen Zigaretten, obwohl sie schlimmer sind, oder trinken Alkohol. Andere holen sich ihren Rausch wo anders her, obwohl bewiesen worden ist, dass Alkohol viel schlimmer ist, als Hanf. Warum wird Hanf als Genußmittel Verboten?

Art. 2, GG: "Jeder hat das Recht auf Leben und Körperliche Unversehrtheit"

Für einige Menschen bedeutet dies die Einnahme ihrer Medizin. Cannabis wirkt medizinisch bestätigt bei diversen Krankheiten als Heilmittel oder als Mittel der Linderung! U.a. medikamentieren sich Patienten erfolgreich mit pflanzlichem Cannabis bei:
 

- AIDS
- Asthma
- Depression
- Epilepsie
- Krebs
- Magersucht
- Glaukom
- Migräne
- Multiple Sklerose
- Neurodermitis
- Schlafstörung
- Schmerzzustände
- Spastiken
- Stresszustände
- Tourette Syndrom
- Morbus Crohn

Die Verweigerung einer für einen Menschen notwendigen Medizin ist verfassungswidrig!

Wie auch nicht? Wie wollte man denn auch einem Menschen das Verbot seiner Medizin vor dem Hintergrund des hier genannten Abschnittes der Verfassung erklären?

Wie wollte man der MS Patientin erklären, dass sie ihre lebensverlängernde Medizin nicht einnehmen dürfe?

Was wären die Gründe dafür, einen Morbus Chron Patienten zu zwingen, seine Schüttelkrämpfe und höllischen Schmerzen weiter ertragen zu müssen?

Warum sollte eine HIV-Patientin ihr seit 19 Jahren dienendes Heilmittel aufgeben? Insbesondere in dem Fall, in dem Krankenkassen annähernd keine Kosten für die Medizin tragen müssten!

Persönliche Schicksale von Cannabispatienten sind mehrfach durch die Medien bekannt gemacht worden.

Art. 2, GG: "Die Freiheit der Person ist unverletzlich"

Dies muss ebenso gelten für Hanfgenießer.

Was bedeutet aber "Freiheit der Person", wenn diese Person noch nicht einmal selber entscheiden darf, was sie auf ihrem eigenen heimischen Sofa tut?

Was wäre das für eine "Freiheit", die vorschriebe, wer wann wie und wo was zu genießen hätte?

Dies wäre keine Freiheit!

Oder sollte etwa explizit der Bewusstseinszustand verboten werden, der unter dem Einfluss von Cannabis erfahren wird? Und wenn ja - mit welcher Begründung?


Alle bisherigen Vorurteile über Cannabis als "Teufelskraut" sind wissenschaftlich widerlegt:

Cannabis ist
- weder die "am meisten Gewalt erzeugende Droge" (USA, 30er Jahre, Anslinger)
- noch die "pazifistisch machende Droge" (USA, 70er Jahre, Vietnamkrieg)
- noch die "homosexuell machende Droge" (USA, D, 80er Jahre)
- noch "die Einstiegsdroge" (USA, D, 90er Jahre).

Das einzige Argument, das den Prohibitionisten vermeintlich übrig geblieben ist, ist das der Gefährdung Jugendlicher.

Art. 3, GG "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich"

Raucher, Autofahrer, Trinker und Hanfgenießer sind gleich im Gesetz. Jeder Bürger hat seine Freihe Wahl das zu tun, was er am liebsten machen würde, denn jeder darf für sein Körper entscheiden, und da darf nicht der Staat einen daran hindern. Freiheit Legalise It

In Deutschland sterben jährlich 110.000 Menschen an Tabak. Es wird für Tabak massiv Werbung gehalten, auch in Schulen und Jugendzentren. Desweiteren müsste Cannabis legalisiert werden, es wurde noch nicht bewiesen, dass Menschen an den Konsum von Hanf gestorben sind. Es gibt beim Hanf auch keine Tödliche Dosis.

Allein in Deutschland sterben jährlich 40.000 Tote an Alkohol. Diese Droge sollte eigentlich verboten gehören, und nicht Cannabis. Im Alkohol Rausch, macht man viele Dinge, die man im Cannabis Rausch nicht machen würde, z.B. Vergewaltigungen... sowas sollte echt verboten werden, und nicht Cannabis. Als "Kiffer" ist man Ruhig, tut keiner Menschen Seele etwas, man möchte einfach nur seinen Frieden haben, nicht gestört werden und in geselliger Runde mit seinen Freunden oder Bekannten genießen.


Wenn selbst Schusswaffen in Deutschland öffentlich legal zu kaufen sind und beworben werde dürfen(!), dann ist Hanf insbesondere hier das gleiche Recht zuzugestehen.

Zur Erinnerung:
Eine Waffe wird gekauft, mit dem Ziel, jemanden damit töten zu können!

Und zur weiteren Erinnerung:
200 - 300 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch den Gebrauch von Schusswaffen.

Durch Schusswaffen erlitten in Deutschland allein im Jahr 2002 1.707 Menschen schwere und gefährliche Körperverletzung.

Wenn man eine Schusswaffe in Deutschland erwerben kann, um damit einen Menschen das Leben zu nehmen, sollte doch Hanf auch Frei sein, nur die Hanflegalisierung hat einen Vorteil: Hanf tötet keinen, Hanf verletzt keinen!

In Deutschland sterben jährlich ca. 7000 Menschen an einem Verkehrsunfall. Warum ist sowas nicht verboten?

Art. 4, GG " Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich."

Für viele Menschen ist Hanf in ihrem Glauben wichtig. Erfahrungen mit Hanf sind für viele Menschen spiritueller Natur und somit Erfahrungen des Glaubens. Die Unterschiedlichen Kulturen bringen vieles mit z.B. Weihrauch, Wein, Meditation, nur Hanf ist verboten!?
 

Art. 6, GG " Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung."

Sie dürfen nicht durch Haft auseinandergerissen werden, nur weil ein Beteiligter mit Genussmitteln handelt, die staatlich erwiesen weniger schädlich sind als Tabak und Alkohol!

An dieser Stelle sei deutlich gemacht, dass viele Familien das Schicksal erleiden, bei dem Elternteile durch deren Haft von ihren Kindern getrennt wurden, nur weil jene im Besitz von Cannabis waren. Dieses Vorgehen ist absurd. Der Schaden, der dabei für die Familie und für die Gesellschaft entsteht, ist um viele Male höher als der, der durch den Genuss des Mittels selbst entstünde. Eltern zu inhaftieren, die Cannabis besitzen und Eltern gewähren zu lassen, die im familieneigenen Getränkeshop Alkohol und Tabak verkaufen, ist widersinnig. Das Grundrecht des besonderen Schutzes der Familie sollte hier ein höheres Gut sein

Art. 13, GG " Die Wohnung ist unverletzlich."

Sie darf wegen einer Pflanze und eines individuellen Genussmittels nicht durchsucht werden.

Es ist skandalös, dass sich die Polizei Zugriff auf Wohnungen verschaffen darf, nur weil in denen Genussmittel vermutet werden, die regierungsbestätigt(!) weniger Schaden anrichten als die daneben stehende Flasche Weinbrand! Ein solches Vorgehen öffnet weiteren Willkürmaßnahmen Tür und Tor. In dem beschriebenen Fall wird die Wohnung ganz eindeutig gegen den Sinn des Gesetzes "verletzt".


Wenn also die oben genannten Grundrechte gelten für Raucher, Trinker, Autofahrer, Fleisch-, Video-, Aspirin-, Prozac- und Viagrakonsumenten, für Skifahrer und Fallschirmspringer, ... dann haben sie auch zu gelten für Hanf-Genießer!

Andere Infos

Der Genuss von Hanf ist gesundheitlich weniger schädlich als der Genuss von Tabak.
Sowohl für den Konsumenten selbst als auch für Passivraucher.

Der Genuss von Hanf ist gesundheitlich weniger schädlich als der Genuss von Alkohol.
Sowohl für den Konsumenten selbst als auch für die Beteiligten.

Der Genuss von Hanf ist weniger gefährlich als der heutige Straßenverkehr.
Sowohl individuell als auch als Massenphänomen.

Und der Genuss von Hanf ist wahrscheinlich wesentlich sicherer als der Konsum von Fleisch. Bezogen sowohl auf das Suchtpotential als auch auf die potentiellen Folgeschäden.

Und der Genuss von Hanf ist Teil der individuellen Religionsausübung!
Nicht bei allen Konsumenten, aber zumindest bei einigen.

Und der Genuss von Hanf dient ganz eindeutig der freien Entfaltung der Persönlichkeit.

Zudem stellt der juristisch unterschiedliche Umgang mit Cannabisbesitzern in den verschiedenen Bundesländern einen weiteren Verfassungsbruch an sich dar!

Das Schlusswort:

Ich finde z.B. dass die hier oben genannten Dinge echt krass sind, und soweit echt für eine Legalisierung Stimmt, nur warum macht Deutschland es nicht? Deutschland könnte doch auch ein wenig Steuern drauf setzen, dann hat der Staat auch etwas davon.

LEGALIZE IT

 

 


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